Der Klugen Sprüche zweiter Teil
Der Sprüche zweiter Teil

04. August 2015
Das Wetter hält sich nicht an die Vorher- sagen. Ich entziehe ihm mein vollstes Vertrauen. Deshalb werde ich es auch nicht ablösen.

09. August 2015
Das ist der schönste schweizerische Satz, so wohlwollend, beinahe fürsorg- lich, entgegenkommend, aber sogleich Abstand haltend: "Hocket ab!"

09. August 2015
Manchmal - selten - überrascht mich ein Freund, von dem ich nie gedacht hätte, daß er einer ist.

09. August 2015
Man tut zu viel, um besser zu sein als die anderen, aber zu wenig, um besser zu werden.

15. August 2015
Anfang und Ende eines langen Weges liegen manchmal dicht beieinander.

17. August 2015
Geht das eigentlich, "sich" ent"schuld"i- gen?

18. August 2015
Wer von "unlösbaren Problemen" redet, gibt sich als Atheist zu erkennen.

19. August 2015
Wetter kann sich nur ändern, nicht bes- sern.



19. August 2015
Der eine steigt auf Achttausender, um an seine Grenzen zu gehen. Der andere pflegt seine Eltern.

25. August 2015
Die einen wollen alles begründet haben, hören aber nicht hin und verstehen des- halb nichts. Die anderen wissen Gründe. Manchmal die falschen.

26. August 2015
Im Dunkel und in der Stille der Nacht hört man die Gedanken besser. Ob da wohl auch welche von anderen dabei sind?

31. August 2015
Wenn dein Tweet auch nur einmal Favo- rit wird, so weißt du doch, du bist nicht ganz allein.

02. September 2015
Denke erst ehrlich darüber nach, was du an seiner Stelle getan hättest. Dann ver- halte dich.

06. September 2015
Alles Mögliche wird heutzutage geweiht. Hieß das nicht früher "gehörnt"?

06. September 2015
Es wird herbstlich und kühl. Um warm zu bleiben, hülle ich mich manchmal in Schweigen.

10. September 2015
Wenn es soweit ist, werde ich mit dem Kopf nicken, und meine Freunde werden sich abwenden.

10. September 2015
Biowetter hier und jetzt:
Traurigmachender Sonnenschein


10. September 2015
Wenn man weiß, wie etwas funktioniert, entschuldigt man zu leicht Fehlfunkti- onen. Und umgekehrt. Daran liegt's.

10. September 2015
Das eigentliche Problem ist nicht die Dunkelheit, sondern daß man nichts sieht.

11. September 2015
Danebengegangen? Vergiß es, und fang von vorne an!

12. September 2015
Ich weiß nichts von klassischer Musik, aber höre grausam die Fehler im Or- chester und spüre den Geist der Musi- ker. Ich gehe nicht mehr hin.

12. September 2015
Keine Nacht ist so dunkel, daß sie nicht durch Worte noch schwärzer werden könnte.

12. September 2015
Einer der ekelhaftesten Aussprüche in einer Talkshow ist für mich: "Ich habe darüber ein Buch geschrieben."

13. September 2015
Dresden? Schönste Stadt? Na ja! Es gibt auch Leute, denen gefallen Gartenzwer- ge.

13. September 2015
Ob jemand aus besserer Einsicht oder weniger ehrenhaften Gründen seine Stellung ändert: Ein Anteil Verrat ist im- mer dabei.


14. September 2015
Ich sehe der Stille ins Gesicht, und sie lächelt mich an. Sie will noch ein wenig warten, ehe sie mir die Ruhe schickt.

15. September 2015
In meinem Leben habe ich einige Male gerufen: "So helft mir doch!" Letzten Endes habe ich es dann doch allein durchgeboxt.

17. September 2015
Der Mönch in der Stadt: Es sind zu viele, die an ihm vorbeigehen. Er kann nicht für alle beten und hofft, Gott wird sich ihrer annehmen.

17. September 2015
Ob Wolkenbruch oder Schiffbruch: Oft sterben dabei Menschen.

17. September 2015
Ziele sind heute nur noch durch Weg- weiser zu erkennen.

17. September 2015
Wenn ich die Nobelpreisträger betrach-. te, frage ich mich, ob das Denken ist, was mein Gehirn macht.

20. September 2015
Spinnenfäden gleich streichen dir die Informationen des alltäglichen Irrsinns übers Gesicht und die Hände. Wehrlos bist du ausgeliefert.

21. September 2015
Nur im Dunkel sieht man deutlich eine Flamme. Am Tage erkennt man sie manchmal am Schatten, den sie im Lichte wirft.

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